Lexikon
 
Was Sie über Stichsägen und Werkstoffe wissen sollten.

  1. Zahnteilung
    Ob Sie ein grob- oder feinverzahntes Stichsägeblatt verwenden, richtet sich nach der Stärke des Schnittguts. Um das Ausbrechen von Zähnen oder Säge­blatt­bruch zu vermeiden, müssen mindestens drei Zähne gleichzeitig im Eingriff sein. Die Zahnteilung – das ist der Abstand der Zahnspitzen voneinander – bezeichnen wir mit T = Teilung.
    Als Faustregel für die richtige Wahl des Stichsägeblatts gilt: T = 0,7 bis 2 mm: dünnes Material – feine Schnitte T = 2,5 bis 4 mm: dickes Material – grobe Schnitte

  2. Schnittqualität
    Die Qualität eines Sägeschnitts wird weitgehend von der Verzahnungsart des Stichsägeblatts bestimmt. Einen wesentlichen Einfluß auf das Schnittergebnis hat – neben anderen Kriterien – die Zahngeometrie des Stichsägeblatts. Um zu verhindern, daß das Sägeblatt im Schnittgut klemmt, gibt es drei ­Möglichkeiten:

    • Verzahnung gewellt
    • Verzahnung geschränkt
    • Konischer Hinterschliff des Stichsägeblatts (es wird zum Rücken hin dünner)


  3. Kurvenschnitte
    Zum Sägen von engen Kurven – sogar im Winkel bis zu 90° sind Stichsägeblätter mit schmalem Rücken oder mit zusätzlicher Rückenverzahnung ­­ am besten geeignet.
  4. Bi-Metall-Stichsägeblätter für extreme Anforderungen
    Wo Schnittgut und Einsatzbedingungen extreme Anforderungen an das ­Sägeblatt stellen, sind Bi-Metall-Stichsägeblätter richtig. Die Zähne des Stichsägeblatts bestehen aus einem sehr harten HSS-Stahl. Ein weicherer, dafür aber elastischer HCS-Stahl bildet den Rücken des Stichsägeblatts. Durch diese Materialkombination gewinnen Stichsägeblätter:

    • hohe Flexibilität und Bruchfestigkeit
    • größte Schnittleistung und lange Lebensdauer


  5. Kühlung - Schmierung
    Kühlen verlängert die Standzeiten Ihrer Sägeblätter. Wie gut und schnitthaltig ein Sägeblatt auch ist – hohe mechanische und ­thermische Belastungen zehren an seiner Lebensdauer. Durch eine gezielte Kühlung während des Sägevorgangs können Sie Lebensdauer und Schnitt­haltigkeit Ihrer Sägeblätter wesentlich verlängern. Wir zeigen Ihnen, welches Kühlmittel für welches Schnittgut geeignet ist:

    Kühlmittel,Schnittgut

    Schneidöl oder schneidölhaltige Emulsion,Weichstahl, rostfreie Stähle, Buntmetalle
    Terpentin, Petroleum oder ein Terpentin-Petroleum-Gemisch,Aluminium, Aluminiumlegierungen
    Wasser,Asbestzement, Eternit, Hartgewebe, Pressstoffe, Plexiglas, Kunststoffe, Isolationsmaterialien, Gummi

  6. Pendelhub
    Um mit dem Sägeblatt schonend zu arbeiten und eine hohe Schnittleistung zu erhalten, ist es auch wichtig, den richtigen Pendelhub an der Maschine einzustellen. Der Maschinenhersteller gibt Ihnen dazu Richtlinien, die Sie beachten sollten.

    Wenn Sie diese Hinweise beachten, werden Sie mit -Sägeblättern immer einen guten Schnitt machen. Wir haben langjährige Erfahrungen mit Sägeblättern und ihren Einsatzbereichen. Diese Erfahrungen geben wir gerne an Sie weiter. Bei Fragen oder Problemen stehen wir jederzeit zur Verfügung. Fordern Sie uns.